Drucken

Protokolle der Arbeitsgruppe "Wernher von Braun als Namensgeber unserer Schule"

Protokoll der konstituierenden Sitzung vom 8.12.2009

Termin/Zeit:  8.12.2009, 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Ort: Raum EV/2-7 (Glaskasten)
Anwesend:  Fr. Zibuschka, Hr. Bartels, Hr. Milkau, Hr. Vogt, Hr. Unterstab
Entschuldigt abwesend:  Fr. Schneider, Fr. Simon, Hr. Dietrich, Hr. Löbel, Hr. Zoth
Protokoll: Hr. Unterstab

Tagesordnung: siehe Einladung

Zu TOP 3: Die Arbeitsgruppe hat von der Schulsteuergruppe den Auftrag bekommen, die notwendigen Schritte vorzubereiten, damit die zuständigen schulischen Gremien in die Lage versetzt werden, im 2. Halbjahr des Schuljahres 2010/2011 eine kompetente Abstimmung vornehmen zu können. Abschließend muss die Schulkonferenz darüber entscheiden, ob die
W-v-B bei ihrem Namen bleibt oder eine Veränderung wünscht. Eine entsprechende Entscheidung ist dem Kreisausschuss als zuständigem Gremium des Schulträgers vorzulegen.

Zu TOP 4: Die Wahl eines Gruppensprechers wird aufgrund der geringen Teilnehmerzahl in der nächsten Sitzung am 26.01.2010 durchgeführt. Folgende Aufgaben sollte der Gruppensprecher übernehmen:

  • zu Sitzungen einladen
  • die Tagesordnung festlegen
  • Einladung an weitere Gäste aussprechen
  • die Sitzungen leiten
  • die Transparenz der Arbeitsgruppe nach außen sichtbar machen (z.B. Gesamtkonferenz, Homepage, Presse , am „Tag der offenen Tür“)

Zu TOP 5: Folgende Aspekte der weiteren Vorgehensweise werden von den Anwesenden genannt:

  • die Quellenlage sichten
  • eine Bestandsaufnahme der bisherigen Arbeit in der Schule erstellen und Vermittlungsmöglichkeiten z.B. im Geschichtsunterricht entwickeln
  • eine Informationsfahrt für Interessierte nach „Mittelbau Dora“ und Peenemünde durchführen (Vorbereitung: Fr. Radics und Herr Bartels)
  • einen Informationsstand am „Tag der offenen Tür“ einrichten
  • auf der Homepage der Schule ein Diskussionsforum einrichten, um eine öffentliche Auseinandersetzung über den Schulnamensgeber zu ermöglichen (Start am „Tag der offenen Tür“)
  • die Entwicklung der W-v-B in den letzten 36 Jahren dokumentieren (wenigstens skizzieren)
  • eine öffentliche Veranstaltung mit dem Arbeitstitel „Welche Bedeutung könnten Schulnamen haben?“ z.B. in Kooperation mit Herrn Tümmler, Herrn Pfarrer Knieper und anderen durchführen sowie dazu die Kollegin aus Friedberg vom dortigen Wernher-von-Braun-Gymnasium einladen
  • den Landkreis um finanzielle Unterstützung bei Schülerfahrten nach „Mittelbau Dora“ bitten

 

Herr Bartels berichtet kurz über den Stand seiner bisher zusammen mit Herrn Meyer geleisteten Vorbereitungsarbeiten. Sie stehen unter der Überschrift „Zwei Wege nach Dora“, sind für den Einsatz im Geschichtsunterricht der Jahrgänge 9 und 10 geeignet und sollen mit einem Besuch der Gedenkstätte „Mittelbau Dora“ verbunden werden. Herr Bartels wird in einem „Pilotprojekt“ mit seiner Klasse R 9 sowie einigen SchülerInnen der SV die erarbeiteten Materialien und Planungen noch in diesen Schuljahr erproben. Gleichzeitig soll damit der Informationsprozess in die Schülerschaft initiiert werden.


Zu TOP 6: Die nächste Sitzung ist für Dienstag, den 26.01.2010 (14.30 Uhr) vorgesehen. Dazu lädt nochmal der Schulleiter ein. In dieser Sitzung soll

  • ein(e) Gruppensprecher(in) gewählt werden,
  • die Präsentation für den „Tag der offenen Tür“ besprochen werden
  • und der Besuch der Gedenkstätte „Mittelbau Dora“ vorbereitet werden.

Protokoll der 2. Sitzung vom 26.1.2010

Ort: Mediothek
Zeit: 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr
Anwesende: H. Bartels, H. Dietrich, H. Löbel, H. Milkau, F. Simon, H. Unterstab, H. Zoth
Entschuldigt abwesend: H. Vogt, Fr. Zibuschka
Protokoll: Fr. Simon

Tagesordnung:

  1. Begrüßung und Information
  2. Wahl des Gruppensprechers
  3. Ein Diskussionsforum auf der Homepage?
  4. Vorbereitung der Aktion zum Tag der offenen Tür
  5. Austausch über weitere Veranstaltungen im Diskussionsprozess der Namensfindung

Zu TOP 1: Herr Milkau begrüßt alle Anwesenden und informiert über den Austritt Frau Schneiders.

Zu TOP 2: Herr Löbel erklärt sich bereit, die Funktion des Gruppensprechers zu übernehmen. Die Übernahme von Aufgaben erfolgt zur Arbeitsentlastung teilweise in Absprache mit den weiteren Teilnehmern. Die Hauptaufgaben befassen sich mit der Transparenz der Ergebnisse und der Organisation der Arbeitsgruppe.

Zu TOP 3: Zum thematisch gebundenen Forum auf der Homepage der Schule werden seitens mehrerer Teilnehmer Bedenken geäußert. Herr Milkau führt aus, dass neben der Anonymität der Missbrauch bei Veröffentlichungen problematisch werden könnte. Eine Betreuung durch einen Moderator, der dies verhindern könnte, bedingt zudem einen großen Zeitaufwand, gibt H. Dietrich zu bedenken.
Klar formuliert soll die Öffnung nach Außen eine Transparenz über den Stand der Diskussion liefern und gleichermaßen die Meinungsfindung unterstützen.
Alternativ entscheidet sich die Arbeitsgruppe für die Möglichkeit der Zusendung von E-mails an eine ausgewiesene E-mail-Adresse der Schule. In einem Themenbereich der Homepage können sich Interessierte u.a. die Protokolle der Sitzungen einsehen und dazu Stellung nehmen. Diese E-mails werden über das Internet an die Schule geschickt, können geprüft und dann veröffentlicht werden.
Herr Dietrich übernimmt die Betreuung und schafft die technischen Voraussetzungen.
Herr Zoth nimmt Kontakt mit der Fuldaer Zeitung (Herr Zimmermann) auf, informiert über das Vorhaben und den Stand der Arbeitsgruppe.
Zunächst ist der Zeitraum vom Tag der offenen Tür bis zu den Osterferien begrenzt. Bei übermäßigem Zuspruch aus der Öffentlichkeit wird Herr Dietrich von weiteren Teilnehmern nach Rücksprache entlastet.

Zu TOP 4: Am Tag der offenen Tür wird die Arbeitsgruppe einen Stand zur Information und Diskussion präsentieren.
Vor und im „Glaskasten“ wird zum Thema angeboten:

  • Bücherausstellung über Wernher von Braun
  • DVD-Präsentation der Podiumsdiskussion (TV / DVD-Player)
  • Verschiedene Filme über Wernher von Braun (Präsentation mit zwei Laptops und Kopfhörern)
  • Plakat mit Darstellung der verschiedenen Bausteine in zeitlicher Abfolge (Klassenfahrt R10c nach Usedom, Fahrt der Schüler-AG nach „Mittelbau Dora“ am 5.05.2010 Kollegiumsfahrt nach „Mittelbau Dora“ am 8.05.2010, Unterrichtsprojekte der Schüler-AG, Angebot der Stellungnahme im Internet über die E-mail-Adresse)
  • Möglichkeit der direkten persönlichen Stellungnahme am Tag der offenen Tür (Pinnwand und Karten)
  • Abfrage zum Interesse an einer Mitfahrt nach „Mittelbau Dora“ (Liste)


Das Plakat dokumentiert Herr Bartels in Zusammenarbeit mit Herrn Zoth. Begleitet wir der Stand u.a. von Herrn Milkau, Herrn Bartels und Schülern der Schüler-AG. Ziel ist auch hier eine Information der Öffentlichkeit und ein Anstoß zum Meinungsaustausch. Eine Einladung zum Tag der offenen Tür erfolgt auch an die Fuldaer Zeitung.

Zu TOP 5: Im Hinblick auf den weiteren Zeitplan wird eine öffentliche Diskussion mit Teilnehmern aus dem Umfeld der Schule angedacht. In einem ersten Schritt werden zunächst zu einer Sitzung der Arbeitsgruppe, um den Prozess aus philosophischer und weltanschaulicher Sicht zu beleuchten, Herr Pfarrer Knieper, Herr Mihm und Herr Hamburger eingeladen. Darüber hinaus soll nach diesem informativen Gespräch eine größere Veranstaltung unter Einbeziehung des Kollegiums stattfinden.
   

Zur nächsten Sitzung erfolgt eine Einladung durch Herrn Löbel.

Protokoll der 4. Sitzung vom 18.05.2010

Zeit: 14.30 – 16.15 Uhr
Anwesend: Herr Bartels, Herr Dietrich, Herr Milkau, Frau Simon, Herr Vogt, Herr Unterstab, Herr Zoth,
Entschuldigt: Herr Löbel
Protokoll: Herr Zoth

Tagesordnung:

TOP 1: Herr Milkau eröffnet die Sitzung und begrüßt stellvertretend für den erkrankten Herrn Löbel die Mitglieder der Arbeitsgruppe.

TOP 2: Das Protokoll der Veranstaltung vom 11.05.2010 soll in Form einer Zusammenfassung auf der Homepage der Schule veröffentlicht werden. (Verantwortlich: Herr Dietrich)

TOP 3: Im Rahmen der Diskussion über die Sitzung vom 11.05.2010, bei der Herr Mihm, Herr Dr. Hamberger und Herr Pfarrer Knieper anwesend waren, führt zu den folgenden Ergebnissen:

1. Klärung des Auftrages der Arbeitsgruppe
Kontrovers wird die Frage diskutiert, ob es die Aufgabe der AG sei, die Auseinandersetzung über die Namensgeberproblematik v.a. auch inhaltlich zu führen. Einig ist man sich hinsichtlich des Arbeitsauftrages, der durch die Entscheidung der Gesamtkonferenz festgelegt ist: Die Arbeitsgruppe moderiert den Diskussionsprozess über die Namensgeberproblematik und gibt keine Empfehlung an die unterschiedlichen Beteiligungsgremien. Sie unterstützt den Meinungsbildungsprozess.
   
Als bisherige Stationen dieses Prozesses, der darauf angelegt ist, möglichst alle Mitglieder der Schulgemeinde über die Namensgeberproblematik zu beteiligen, werden genannt:


Juni 2009: öffentliche Podiumsdiskussion zur Namensgeberproblematik mit M. J. Neufeld, der Fuldaer Zeitung, dem Landkreis und der Schule

Februar 2010: Ausstellung am Tag der offenen Tür zu Wernher von Braun,
Einladung der interessierten Öffentlichkeit zur Stellungnahme über die Homepage der Schule,

Mai 2010: Fahrt der Schüler-AG in das Konzentrationslager Mittelbau-Dora,
Fahrt der Lehrerschaft in das Konzentrationslager Mittelbau-Dora,

11.05.2010: AG-Sitzung mit Herrn Mihm, Herrn Dr. Hamberger und Herrn Pfarrer Knieper.

Die Mitglieder der Arbeitsgruppe sind sich einig in der Frage, dass – egal, wie die Entscheidung zur Namensgeberproblematik von den schulischen Gremien und dem Landkreis Fulda als dem Schulträger entschieden wird – im Programm der Schule die inhaltliche Auseinandersetzung mit der Frage, inwieweit wissenschaftliches und technologisches Arbeiten von der Verantwortungsfrage nicht zu trennen sind, unterrichtlich thematisiert wird. In der Verantwortung der Schulleitung liege es, eine angemessene, alle Schülerinnen und Schüler betreffende unterrichtliche Auseinandersetzung zu gewährleisten.

2. Klärung des Zeitrahmens für den Klärungsprozess
Einigkeit wird darüber erzielt, dass der Klärungsprozess zügig vollzogen werden soll und dabei die folgenden Stationen bedacht werden sollen:

Schülerschaft:
Herr Bartels wird möglichst noch vor den Sommerferien mit Schülerinnen und Schülern der WvB-AG und der SV eine Debatte vorbereiten, in der die wichtigsten Argumente für und gegen die Namensänderung in Form einer Rollendiskussion präsentiert werden. Die Präsentation soll die Meinungsbildung der Schülerschaft unterstützen.

Elternschaft:
Herr Vogt wird im Rahmen der nächsten Schulelternbeiratssitzung nach den Sommerferien die Elternschaft um ein Votum bitten.

Lehrerschaft:
Die Gesamtkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer soll im Rahmen der Gesamtkonferenz im Herbst 2010 zu einem Votum aufgefordert werden.

Schulkonferenz:
Die Schulkonferenz könnte im Zeitfenster Dezember 2010 bis Februar 2011 zu einer Entscheidung kommen.

3. Klärung der inhaltlichen Unterstützung
Die wichtigsten Argumente der Befürworter und Gegner einer Namensänderung könnten in Form einer schriftlichen Zusammenstellung veröffentlicht werden. Herr Bartels bereitet mit seiner Schüler-AG eine Vorlage für die Arbeitsgruppe „Namensgeber“ vor.


Neuhof, den 18.05.2010
   

Protokoll der 5. Sitzung vom 21.9.2010

Zeit: 14.30 Uhr - 16.00 Uhr
Ort: Mediothek
Anwesend: Hr. Bente, Hr. Unterstab, Hr. Zoth, Hr. Bartels, Hr. Milkau, Hr. Löbel, Fr. Simon,
Entschuldigt abwesend: Hr. Vogt, Hr. Dietrich
Protokoll: Hr. Löbel/Hr. Bartels

Tagesordnung: siehe Einladung

zu Top 2: Herr Bartels stellt die Funktion des Informationsblattes dar, welches von ihm selbst, Herrn Unterstab sowie Herrn Milkau erstellt wurde. In diesem Infomaterial werden die bisherigen Erkenntnisse der Arbeitsgruppe in kurzer, diachroner Weise veranschaulicht. Zusammen mit einem Anschreiben zum pädagogischen Arbeitsmaterial „Zwei Wege nach Dora“ soll es dem Kollegium der Wernher-von-Braun-Schule vor der Abstimmung zur Namensgeberfrage in der nächste Gesamtkonferenz nach den Herbstferien ausgehändigt werden, um den Entscheidungsprozess zu unterstützen. Zur Sitzung des Schulelternbeirates (05.10.2010, 19.30 Uhr) wird der Gruppensprecher die Ergebnisse der Arbeitsgruppe auch mithilfe des Infomaterials vorstellen.

Hr. Bartels zeigt im Folgenden Ausschnitte aus dem DVD-Mitschnitt der Podiumsdiskussion, welche von den Schülern seiner Geschichts-AG vorbereitet wurde und die Erhebung des Schülermeinungsbildes zur Namensgeberfrage zum Abschluss hatte. Es wird darüber diskutiert, ob ein Zeigen der DVD in der Elternbeiratssitzung bzw. für das Kollegium sinnvoll ist, um den Meinungsbildungsprozess zu unterstützen. Herr Milkau ist der Meinung, dass dies eher eine gewisse Redundanz darstellen würde. Auch Herr Bente fügt an, dass dies wenig Sinn machen würde. Die Arbeitsgruppe einigt sich also darauf, die DVD dem Kollegium der Wernher-von-Braun-Schule in einer gesonderten Veranstaltung nach der Gesamtkonferenz zu zeigen, falls diesbezüglich Interesse bestehe. Dies soll über einen Aushang geklärt werden.

Einige Punkte des Infoblattes werden im Folgenden diskutiert und verändert (siehe Anlage).

Herr Vogt soll darüber hinaus entscheiden, ob das Infomaterial in der Elternbeiratssitzung verwendet werden soll.

Zu Top 3: Nach Einholung des Meinungsbildes aller dreier Gruppen (Schüler, Eltern, Lehrer) soll die Schulkonferenz endgültig über die Namensänderung entscheiden. Die Sitzung der Schulkonferenz ist für den 09.11.2010 (17.30 Uhr) vorgesehen.

Die Tätigkeit der Arbeitsgruppe „Namensgeber unserer Schule: „Wernher-von-Braun“ ist mit dieser letzten Sitzung abgeschlossen.




« Zurück